Internetquellen Zitieren Harvard Style Bibliography

Internetquellen werden immer beliebter, wenn es um die Erstellung von Bachelorarbeiten geht. Die Grundregeln der Harvard-Literaturverweise im Text helfen bei der Zitation, Beispiele für die Angabe von Internetquellen im Literaturverzeichnis und im Text findest du hier.

Grundsätzlich gilt: Wenn eine Quelle sowohl in gedruckter als auch in Online-Form zur Verfügung steht, ist die gedruckte Version zu zitieren. Wenn du eine Studie oder ein Buch digital verfügbar hast, kannst du diese dann auch natürlich ganz normal zitieren – also so, als hättest du mit der Print-Version statt mit der digitalen gearbeitet.

Harvard-FormatAutorNachname, AutorVorname (oder Institution) (Jahr): Titel, [online] URL [TT.MM.JJJ].
LiteraturverzeichnisMelcher, Niklas (2017): Literaturverzeichnis mit der Harvard-Methode, [online] https://www.scribbr.de/harvard-zitierweise/beispiel-harvard-zitierweise-internetquellen [24.12.2017].
Im TextVielen Studenten fällt es schwer, lange Texte über die Harvard-Zitierweise zu lesen (vgl. Melcher, 2017).
Dieses Beispiel ist der aktuelle Eintrag, auf dem du dich befindest. Da unsereWissensdatenbankkeine Seitenzahlen hat, kannst du diese auch nicht angeben.

URL und Datum sind für Internetquellen sehr wichtig

Das Internet ist wahnsinnig wandlungsfähig. Deshalb sind bei Internet-Beiträgen die URL, die direkt zum Artikel führt, und das Datum sehr wichtig.

Dabei gibst du bei derHarvard-Zitierweisevon Internetquellen als erstes den Verfasser (oder die Institution) an. Darauf folgen das Erscheinungsjahr und der Titel des Dokuments, der nicht kursiv dargestellt wird.

Im Impressum findest du alle Informationen

Mit dem Zusatz ‚[online]‘ weißt du darauf hin, dass es sich um eine Internetquelle handelt. Wenn du die nötigen Informationen nicht findest, ist es übrigens das Beste, wenn du das Impressum der Seite besuchst.

Quellen im Text laut Harvard und Literaturverzeichnis laut Harvard

Wenn du Internetquellen im Text nach Harvard angibst, solltest du immer den Namen des Autors oder der Institution und das Erscheinungsjahr nennen. Wenn Seitenzahlen vorhanden sind (z. B. bei einem PDF), sollten diese natürlich auch angegeben werden.

 

Der Harvard-Style stellt eine Zitiertechnik1 dar, bei der Quellen innerhalb des Textes angegeben werden. Dies geschieht in Klammern; bei indirekten Zitaten steht ein „vgl.“ davor. Wie bei jeder anderen Zitiertechnik auch, muss eine Quellenangabe dann erfolgen, wenn der direkte Wortlaut einer Quelle übernommen wurde (vgl. Beispiel 1) oder Gedankengänge des Autors indirekt mit in die Arbeit einfließen (vgl. Beispiel 2). Wird ein Autor mehrfach zitiert, ohne dass sich dazwischen Zitate eines anderen Autors befinden, so kann mit einem „vgl. ebd.“ gearbeitet werden.2

Zu beachten ist, dass nach dem Harvard-Style sowohl mit Doppelpunkten als auch mit einem Komma und der Abkürzung für Seite gearbeitet werden kann; dies gilt sowohl für direkte (vgl. Beispiel 1) als auch für indirekte Zitate (vgl. Beispiel 2).

Die Quellenangabe steht dabei grundsätzlich mit im Satz und nicht dahinter; bei direkten Zitaten hinter den Abführungszeichen, bei indirekten Zitaten hinter dem letzten Wort des Satzes, aber vor dem Punkt (vgl. Beispiel 2).

Generell macht es keinerlei Unterschied, ob du einen Autor zitierst oder mehrere Autoren unterschiedlicher Werke (vgl. Beispiel 3) bzw. mehrere Autoren eines Werkes (vgl. Beispiel 4).

Auch Internetquellen werden – wenn möglich – ebenso zitiert wie alle anderen Quellen. Handelt es sich um Studien, bei denen Seiten vorhanden sind, werden diese mit angegeben. Ansonsten reichen der Nachname des Autors (oder des Herausgebers) und die Jahreszahl (vgl. Beispiel 6), einige Universitäten erlauben es auch, einen Link zu der jeweiligen Webseite einzufügen.

Wird in direkten Zitaten etwas ausgelassen oder werden Wörter verändert, um sie der Grammatik des eigenen Satzes anzupassen, muss dies kenntlich gemacht werden. Dies geschieht durch runde oder eckige Klammern. Gleiches gilt für Anmerkungen im Zitat selbst (vgl. Beispiel 7).

Fußnoten werden beim Harvard-Style lediglich genutzt, um Anmerkungen zum Geschriebenen zu machen, die bspw. im Text zu weit führen würden, aber trotzdem Erwähnung finden sollen. Für Quellenangaben werden nie Fußnoten verwendet.

Beispiel 1)
Direktes Zitat:

Die Funktion der Ehe ist als „Grundstein der Familie und als Zentrum der geistig-seelischen Entwicklung des Menschen und andererseits als ökonomisch-politischer Nutzfaktor“ (Do 2003: 9) zu betrachten.

Die Funktion der Ehe ist als „Grundstein der Familie und als Zentrum der geistig-seelischen Entwicklung des Menschen und andererseits als ökonomisch-politischer Nutzfaktor“ (Do 2003, S. 9) zu betrachten.

Beispiel 2)
Indirektes Zitat:

Die Architextualität beschäftigt sich damit, wie die Zuordnung eines Textes zu einer Kategorie stattfindet und einer Gattung zugeordnet wird (vgl. Genettes 1993: 44).

Die Architextualität beschäftigt sich damit, wie die Zuordnung eines Textes zu einer Kategorie stattfindet und einer Gattung zugeordnet wird (vgl. Genettes 1993, S. 44).

Beispiel 3)
Mehrere Autoren unterschiedlicher Werke:

Das Bild der romantischen Liebe veränderte sich im Zuge der Entwicklung der modernen Familien (vgl. Horkheimer 2007: 225; Luhmann 1982: 9).

Das Bild der romantischen Liebe veränderte sich im Zuge der Entwicklung der modernen Familien (vgl. Horkheimer 2007, S. 225; Luhmann 1982, S. 9).

Beispiel 4)
Zwei Autoren eines Werkes:

Innerhalb von Unternehmen äußerten 38 Prozent der Vorgesetzten die Angst, dass bei der Einstellung von Bewerbern mit Migrationshintergrund gewisse Sprachbarrieren entstehen könnten (vgl. Enggruber/Rützel 2015: 9).

Innerhalb von Unternehmen äußerten 38 Prozent der Vorgesetzten die Angst, dass bei der Einstellung von Bewerbern mit Migrationshintergrund gewisse Sprachbarrieren entstehen könnten (vgl. Enggruber/Rützel 2015, S. 9).

Beispiel 5)
Mehr als zwei Autoren eines Werkes

Schon in der römischen und griechischen Antike fand eine Auseinandersetzung mit dem Konzept der Engel in Verbindung mit Gottheiten statt. Bezeichnet wurden sie als Zwischenwesen und – ähnlich den christlichen Engeln – auf ihren Schultern saßen Flügel (vgl. Vorgrimler/Bernauer/Sternberg 2008: 13).

Schon in der römischen und griechischen Antike fand eine Auseinandersetzung mit dem Konzept der Engel in Verbindung mit Gottheiten statt. Bezeichnet wurden sie als Zwischenwesen und – ähnlich den christlichen Engeln – auf ihren Schultern saßen Flügel (vgl. Vorgrimler/Bernauer/Sternberg 2008, S. 13).

Beispiel 6)
Internetquellen

„Das Internet ist weiß, männlich und tut alles, damit das so bleibt. Nach einem Jahrzehnt mit Facebook, Reddit und Twitter ist mein persönliches Zwischenfazit, dass die Dienste daran nichts ändern wollen. Sie sind nicht bereit, die Konsequenzen aus dem zu ziehen, was sie selbst predigen“ (Tanriverdi 2015).

Beispiel 7)
Auslassungen, Veränderungen, Anmerkungen und Falschschreibungen

Auslassung

Die Funktion der Ehe ist als „Grundstein der Familie und als Zentrum der geistig-seelischen Entwicklung des Menschen […]“ (Do 2003, S. 9) zu betrachten.

Veränderungen

Die Funktionen von Ehen sind die „Grundstein[e] der Familie und als Zentrum der geistig-seelischen Entwicklung des Menschen und andererseits als ökonomisch-politischer Nutzfaktor“ (Do 2003, S. 9) zu betrachten.

Anmerkung

„Sie [Anm. d. Verf.: die Internetportale] sind nicht bereit, die Konsequenzen aus dem zu ziehen, was sie selbst predigen“ (Tanriverdi 2015).

Falschschreibungen

Befinden sich Tipp-, Grammatik- oder ähnliche Fehler im Original, übernimmst du diese zwar, kennzeichnest dies jedoch durch ein [sic!] hinter dem jeweils fehlerhaften Wort. Aus Gründen der Lesbarkeit wird auf ein [sic!] verzichtet, wenn Textstellen zitiert werden, die noch in alter Rechtschreibung geschrieben sind.

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